• Weg des Buddha

Heilung geschieht

21.06.2019 von Hue Nhung


Heute habe ich die freudvolle Aufgabe, eine Zusammenfassung über meinen einjährigen Klosteraufenthalt zu schreiben. Für die Einleitung suchte ich eines von meinen Tagebucheintragungen aus, um mich in meine damalige Lage zu versetzen:


15.Mai 7:40 Gleich ist Frühstückszeit. Bis dahin sinne ich nur über eine Frage nach: Was machst du überhaupt hier in diesen Ort? Was machst du in Kloster Buddhas Weg? Heute Morgen um 6 Uhr aufgestanden und war froh dass ich 6 Stunden schlafen konnte. Ohne Schlafstörungen, ohne Unterbrechung. Versuche mich zu entspannen.... Nicht denken...mich zu nichts zu zwingen auch nicht zu Meditationspraxis. Ich fühle einfach in mich hinein. Was möchte ich wirklich in meiner Freizeit tun? Seele baumeln lassen.... Weit und breit immer noch kein Sicht auf eine Idee, oder auf einen kreativen Schub. Ich finde der Zugang zum anderen nicht und ich finde der Zugang zu mir nicht. Vielleicht sind meine Ansprüche einfach zu hoch?.... Keine Ahnung!... und davon viel! Was erwarte ich von den Anderen? Ich kann nur leben was ich bin! Und schon wieder die Fragen: Wer bin ich? Was bin ich?...... Anscheinend habe ich einen Identität Krise! Was ist eine Krise? Und schon geht es wieder los, die Gedanken Karussell beginnt von neuen in meinem Kopf! Beschließe, dass es für mich am besten ist die tägliche Routine Arbeit nachzugehen. Dann weis ich, was zu tun ist. Alles andere ist..... Käse!!“


Mir ging es definitiv nicht gut. Gleichermaßen in den körperlichen, geistigen wie auch in den seelischen Ebenen habe ich mich, oder hat mich das Universum auf ein Abstellgleis gestellt, mit der Adresse „Kloster Buddhas Weg“.

Bevor ich auf dieses Abstellgleis geschoben wurde, stellte ich fest, dass mein Leben nicht funktionierte. Innerhalb kürzester Zeit brach alles zusammen: Gesundheit, Arbeit, Beziehung. Ich wurde schwer krank. Nach erfolgloser schulmedizinischer Therapie, unter starken körperlichen und seelischen Schmerzen, beschloss ich ins Kloster zu gehen, um dort einen Selbstheilungsversuch zu starten. Ich sah diesen Aufenthalt als einzigen Ausweg, um nicht in einer der Schubladen der Schulmedizin zu landen mit einem Stempel auf der Stirn von einer Chronischen Erkrankung. Es war wie ein Zwischenstopp inmitten meines Lebens. Ich bin 49 Jahre alt.

Bevor die endgültige Entscheidung gefallen ist, verbrachte ich mehrere kleinere Aufenthalte als Helfer in Buddhas Weg. Damals dachte ich, dass ich in kürzester Zeit wieder gesund sein werde. Wie immer, sollte es schnell gehen. 3 Monate habe ich geplant für meine gesundheitliche Wiederherstellung. Aus diesen 3 Monaten ist mittlerweile über 1 Jahr geworden. Mein damaliges Ziel war es, mich körperlich, geistig, und seelisch in Einklang zu bringen, um mit etwas Glück meine zweite Lebenshälfte bewusster leben zu können. Mit allen Mitteln und Hilfe, die das Kloster und die darin lebenden Menschen mir bieten konnten.

Neben diesem Heilungsziel war und ist mir die Lehre von Buddha immer wichtiger geworden. Ich hatte bis dato nur wenig über den Buddhismus und über ZEN gewusst. Mit der Meditation kam ich 2 Jahre vor meinem Zusammenbruch das erste Mal in Berührung. Es war in einem japanischen Zen Kloster hier in Deutschland. Seit dem beschäftige ich mich regelmäßig, aber wie sich rausstellte nur sehr oberflächlich, mit ZEN Buddhismus und der dazugehörigen Praxis.

Heute schätze ich mich glücklich, dass ich in Buddhas Weg gelandet bin. Heute weiß ich, dass dieser Ort kein Abstellgleis ist, sondern eher ein Ankunft und Abflugs Ort für Menschen, die sich selbst verloren haben und sich wieder finden möchten.

Heute geht es mir im Vergleich zu vor dem Aufenthalt blendend und ich kann über einen Heilungserfolg berichten. Die Veränderungen traten stufenweise auf. So wie ich auf der geistigen Ebene zu Klarheit gefunden habe, so konnte ich die Ursachen meines Leidens erkennen und diese Ursachen Schritt für Schritt verändern oder aufheben. Und ich bin immer noch dabei es zu tun. Mein Tun wird umso effektiver, umso mehr ich mich nicht von meinem aufgewühlten Geist leiten lasse.


In den vergangenen Monaten habe ich mein Körpergefühl wieder gefunden. Bin in Verbindung mit meinem Geist und meiner Seele. Habe Buddhas Lehre des Dharma ein Stück zu eigen gemacht. Und bin von ganzen Herzen überzeugt, dass dieser Weg der meine ist. Es gibt keine Landkarte. Am Anfang ist man wie blind und bedarf der Hilfe anderer erfahrener Menschen. Es gibt nur Erkenntnisse, die unseren Blick von außen nach innen lenken. Bis man durch die eigenen Erfahrungen ein gewisses Vertrauen fasst: Zum Buddha, zum Dharma, zur Sangha. Die drei Juwelen. Ich gehe weiter diesen Weg mit Freude. Und möchte diesen Artikel mit einem Zitat beenden:

„ Wann immer du reine Freude empfindest, tust du etwas, wofür du geschaffen bist.

Welcher Weg macht Sinn,

wenn du ihn nicht in Freude gehst?“


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Das Kloster und Seminarhaus ist im Odenwald, in der Nähe von Heidelberg gelegen. Es lädt ein zur Begegnung, Entwicklung und Heilung. Vielfältige Seminare und die wundervolle Umgebung schenken dir wertvolle Zeit und Impulse für dich.

 

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